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Was Glühbirnen, Muskeln und Puzzles gemeinsam haben – Das Growth Mindset vorleben – Unsere Art zu sprechen, verändert alles (Teil 2)

Die enorme Kraft des Wörtchens „noch“

Das Kind sitzt bei seinen Hausaufgaben und versteht die Aufgabe einfach nicht. Entmutigt gibt das Kind auf. „Ich kann es einfach nicht.“

Die meisten von uns meinen es nun gut und ermutigen das Kind. „Natürlich kannst du das, ich bin fest davon überzeugt!“ Leider wird dadurch die momentane Situation, nämlich, dass das Kind die Aufgabe nicht versteht, nicht besser.

Zum Glück gibt’s ein tolles Zauberwörtchen: „Du hast Recht. Du kannst die Aufgabe noch nicht.“  Das Wort noch ändert einfach alles. Diese neue Aussage gibt dem Kind erstens das Gefühl, verstanden worden zu sein, zweitens, dass jemand an das Kind glaubt und drittens wird die Verantwortung für die Aufgabe dem Kind übergeben. Die Eltern sind überzeugt, dass das Kind das irgendwann können wird. Das Growth Mindset, also das wachstumsorientierte Denken des Kindes, wird dadurch gestärkt. Das Kind lernt, dass Aufgeben nicht die Lösung ist. Viel eher werden neue Wege gesucht. Was braucht das Kind um gut weiterzukommen? Eine kurze Pause? Müssen kleinere Arbeitspakete geschnürt werden etc.? Alles ist möglich, nur nicht aufgeben!

Überdenken wir also die Art und Weise, wie wir mit unseren Kindern sprechen. Es ist enorm wichtig, dass auch Pädagog:innen das Konzept des Growth Mindset in ihre Arbeit integrieren. Dazu gehört unter anderem eine positive Fehlerkultur. Viel zu oft sind Fehler als Schwächen der Kinder im Mittelpunkt und weniger die Lerngeschenke, die Fehler mitsichbringen können. Die Art und Weise wie Pädagog:innen und Eltern denken, etabliert sich als deren innere Haltung. Diese wiederum trägt maßgeblich dazu bei, wie unsere Kinder über sich, ihre Fähigkeiten und ihr Handeln denken.

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