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Meine Lerntrick-Kiste

In diesem Blogartikel öffne ich meine Lerntrick-Kiste. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die den Hausaufgaben- und Lernalltag leichter und freudvoller werden lassen! Ich hoffe, es ist etwas für euch dabei!

Der 5-Sekunden-Trick:

Dieser Trick eignet sich für Dinge, die man tun muss aber nicht tun will. Mel Robbins, eine amerikanische Fersehmoderatorin, stand am Abgrund ihres Lebens. Sie war arbeitslos, hatte ein Alkoholproblem und war so am Boden, dass sie es nicht für lohnenswert hielt, morgens aufzustehen. Eigentlich wusste sie, was zu tun war: aufstehen, Alkohol entsorgen, Job suchen und ihre Beziehungen wieder zum Leben erwecken. Aber sie schaffte es einfach nicht. Sie war einfach zu bequem und war in ihrer Aufschieberitis (Prokrastination) gefangen. Eines Tages erinnerte sie sich an den Countdown eines Raketenstarts in Cape Canaveral. 5 – 4- 3- 2- 1-Take off! Der nächste Morgen begann wie die vorigen, nur dass sie dieses Mal im Bett begann, rückwärts 5- 4- 3- 2- 1- zu zählen, sie stand auf. Sie zählte rückwärts von 5-1 und schrieb ihre erste Bewerbung. Sie zählte rückwärts von 5-1 und entsorgte den Alkohol. Sie zählte rückwärts von 5-1 und entsorgte den Müll. Sie zählte rückwärts von 5-1 und machte wieder Sport. Es war für sie ein Befreiuungsschlag und mit jeder erledigten Sache, wurde sie selbstbewusster und bekam die Kontrolle für ihr Leben zurück. Jede lästige Aufgabe, die sie erledigte, führt zu einem Glücksgefühl.

Jedes Mal, wenn der Start in die Hausaufgabenzeit mühsam ist, die Schultasche dringend aufgeräumt werden sollte, das Zimmer ein einziges Chaos ist, der Geschirrspüler ausgeräumt werden oder die Socken im Textilen Werken fertig gestrickt werden sollten – zählt doch mal 5-4-3-2-1 LOS!

2. Das Parkinson’sche Gesetz

Schon mal was vom Parkison’schen Gesetz gehört? Sein Begründer ist Cyril Northcote Parkinson. Er hat folgende Theorie beschrieben: Arbeit dehnt sich in dem Maße aus, wie Zeit für die Erledigung zur Verfügung steht. Wenn ein Schulkind also normalerweise 25 Minuten für die Hausaufgaben benötigt und nun 40 Minuten zur Verfügung hat, dann wird es vermutlich auch diese Zeitspanne für die Erledigung benötigen. Werden jedoch 15 Minuten veranschlagt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Kind die Aufgaben auch in 15 Minuten schafft. Die Arbeitsdauer passt sich also der vorhanden Zeit an.

Dieses Gesetz kann man sich bei den Lern- und Hausaufgaben-Zeiten zu Nutze machen. Dieser zur Verfügung stehende Zeitraum wird vom Kind mit aller Wahrscheinlichkeit viel konzentrierter verwendet. Macht doch mal eine Zeit-Challenge und fordert die Uhr heraus! Nebenbei trainiert das Kind seine Selbsteinschätzung. Wie lange benötige ich für diese 5 Aufgaben? Sind 20 Minuten realistisch? Das Kind kann für sich immer wieder neue Rekorde aufstellen und lernt so, dass unsere Zeit ein wertvolles Gut ist und so mehr Zeit bleibt, für die schönen Dinge abseits von Lernen und Hausaufgaben!

3. Eselsbrücken & Akronyme

Umso merkwürdiger, umso MERK-WÜRDIGER! Das war ein Motto meiner eigenen Lerngeschichte. Ich versuchte zu allem und jedem, was schwer zu merken war, etwas zu kreieren, das mir das Merken erleichterte. Am einfachsten gelang mir das mit Eselsbrücken und Akronymen! Probiert es aus! Umso verrückter, umso besser!

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